Mode, Trends & Accessoires

100 Jahre Modetrends

Mode veranschaulicht den Wandel Zeit so eindrucksvoll wie kaum ein anderes Metier.

Bebop till you drop- Die roaring 20s

In den 1920er Jahren erhielten Frauen das Wahlrecht und wurden Teil der Arbeiterschaft. Dadurch eröffneten sich auch im Bereich der Bekleidung ganz neue Dimensionen. Die engen Korsetts wurden gegen weiter geschnittene Kleider ausgetauscht und auch der geflochtene Zopf wich dem burschikosen Bob. Die Frauen der 1920er Jahre verkörperten die neu gewonnene Freiheit modisch. Die lockere tiefe Taille, ärmellose Blusen und knielange Röcke prägten diese Epoche, die stilistisch bis heute die Modewelt beeinflusst.

Weiblich und hochgeschlossen in die 30er

Mitte der 1930er Jahre veränderte sich der Modestil und die Kleider dieser Dekade gingen zurück in einen dezenteren, weiblicheren Stil. Hochgeschlossene Ausschnitte und Ballonärmel lösten den wilden Clapper-Style der 20er Jahre ab.

New Look

Bedingt durch den zweiten Weltkrieg musste das Thema Mode in den 1940er Jahren in Europa den Hintergrund rücken. Nach Ende des Krieges hatte der Designer Christian Dior wohl den größten Einfluss auf die Modewelt. Seine Kollektion „New Look“ begeisterte die Damenwelt durch die stark betonte Hüfte in Kombination mit einer sehr schlanken Taille. Für einen besonders weiblichen Look sorgten hier der üppige Materialverbrauch, sowie ein voller Busen, der durch die Schnitte betont wurde. Die Kollektion veranschaulicht die Hoffnung auf bessere Zeiten sehr deutlich. Bis heute zählt die Kollektion zu einer der wichtigen Vorbilder und dient als Matritze für neue Trends.

Die Dekade des Konsums

Die 1950er Jahre waren von Konsumismus geprägt, was sich auch ganz klar in der Mode dieser Epoche spiegelte. Endlich konnten sich die Frauen wieder etwas leisten und auf den Laufstege der gut besuchten Modeschauen wurden neben lässigen Capri-Hosen, Bermuda-Shorts und Sport-Dresses auch schulterfreie Kleider mit großen Punkten und Streifen präsentiert. Als Stil-Ikone der 1950er Jahre ging die Schauspielerin Marilyn Monroe in die Geschichte ein, die bis heute zu den einflussreichsten VIPs in Sachen Mode zählt.

Mini-Skandal mit großen Auswirkungen

Waren die frühen 1960er Jahre noch eher konservativ geprägt, so änderte sich das Modebild Mitte der 60er Jahre radikal. Wohl kaum ein Kleidungsstück sorgte für soviel Aufregung wie der besagte Minirock, der 1965 von Mary Quand ins Leben gerufen wurde. Der Mini versinnbildlicht den Freiheitsdrang der damaligen Jugend, die nichts anderes wollte, als sich von der Elterngeneration auch optisch ganz deutlich abzugrenzen.

Lässigkeit und Freiheit in den 70ern

Nach dem so genannten Sommer der Liebe und der 1968er Bewegung konnten Frauen in den 1970er Jahren endlich tragen, was sie wollten. Enge hüfthohe Schlaghosen, Fransen und High-End Couture-Designs charakterisieren diese Dekade ebenso, wie weite Tunikas und Ethno-Kleider.

Die coolen 80er

In den 1980er Jahren ging es dann darum, im Gegensatz zum lässigen Hippie-Look möglichst androgyn und cool zu wirken, wobei besonders breite Schulterpolster jede Menge Selbstbewusstsein verkörperten. In Kombination mit neonfarbenem Stirnband mussten die Hosen in den 80er Jahren in jedem Fall in Karottenform geschnitten sein. Jump-Suits und glänzende Materialien waren in den Eightees ein absolutes Muss. In den letzten Jahren erlebte der lang verpönte Jump-Suit ein wahres Comeback und ist seit einiger Zeit wieder in den unterschiedlichsten Ausführungen zu finden.

Die 1990er

Die 1990er Jahre zeichnen sich durch einen wilden Stil-Mix aus. Von Retro bis Hip-Hop, von Industrial bis Preppy und Grunge: Hauptsache cool gemischt und nicht zu langweilig, lautete das Motto. Ende der 1990er Jahre prägten ausgefallene Techno-Looks das Strassenbild. Extrem hohe Plateau-Stiefel, ausgefallene Accessoires und grün gefärbte Augenbrauen waren mindestens genauso angesagt, wie Oversized-Hemden im Lumberjack-Stil. Es ist unbestreitbar, dass alle vergangenen Epochen die neuesten Modetrends und Kollektionen beeinflussen. In den 2000er Jahren herrscht die Freiheit, alles zu tragen und das Beste aus jeder Dekade zu einem tollen Look zu kombinieren. Alles ist möglich-alles kommt zurück, alles kann verändert werden und Eins ist gewiss: Langweilig wird Mode nie.


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